Leipzig


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Sportliche Informationen zu Leipzig

Die Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) war in der DDR eine international renommierte Sporthochschule, aus der zahlreiche Spitzensportler und -trainer hervorgingen. Einige Angehörige waren allerdings in das in der DDR systematisch betriebene Doping verstrickt. Die DHfK wurde 1990 zu Gunsten der Deutschen Sporthochschule Köln abgewickelt. In ihrer Tradition steht die 1993 gegründete Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig. Die Abkürzung „DHfK“ tragen noch die HSG DHfK und der SC DHfK im Namen. Heute ist in der Stadt noch das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft ansässig.

 

 

In Leipzig befindet sich zur Zeit ein Olympiastützpunkt, in den mehrere Bundes- und Landesstützpunkte integriert sind. So gibt es Bundesstützpunkte in den Sportarten Kanu-Slalom, Kanu-Rennsport, Leichtathletik und Judo. Bundesstützpunkte für den Nachwuchs liegen beim Schwimmen, Turmspringen und Turnen der Frauen. Landesstützpunkte umfassen Volleyball der Männer, Handball der Frauen, Rudern und Ringen (Freistil).

 

 

Neben dem Landessportbund Sachsen sind auch zahlreiche andere regionale Verbände wie der Sächsische Kanu-Verband, der Sächsische Tennisverband oder der Sächsische Fechtverband in Leipzig angesiedelt.

 

 

Der Handball-Club Leipzig (HCL) ist einer der besten Frauen-Handballclubs Deutschlands. Er war viermal Europapokal-Sieger, sechsmal Deutscher Meister, dreimal DHB-Pokalsieger und 13 Mal DDR-Meister. Der VC Leipzig spielt in der Volleyball-Bundesliga. Als SC Leipzig war er 1964 Europapokalsieger der Landesmeister und vielmaliger DDR-Meister (1962–1976, 1982, 1983, 1985, 1987, 1989). Der Basketball-Verein Leipzig (BBVL) spielt in der Basketball-Bundesliga der Damen. Die letzten Erfolge der Herrenteams liegen bereits bis in DDR-Zeiten zurück. Mit dem ATV Leipzig 1845, dem Leipziger SC 1901 und dem HC Lindenau-Grünau spielt man auch Feld- und Hallenhockey auf hohem Niveau. Während die Damen des ATV in der Feldsaison 2010/11 in der 2. Bundesliga spielten, sind sie seit Jahren in der Hallenhockeybundesliga vertreten. Sowohl die Herren des ATV, als auch die Damen des HCLG Leipzig spielten beide in der Saison 2009/10 in der zweiten Bundesliga und sind aktuell in der dritthöchsten Spielklasse, der auch die Damen des Leipziger SC lange Jahre angehörten, vertreten. Die Herren des Leipziger SC schafften den Aufstieg 2010/11 in die Regionalliga und konnten diese Spielklasse 2011/12 halten.

 

 

Leipzig besitzt eine lange und große Fußballtradition. Es war 1900 Gründungsort des DFB. Die Gründung fand im Restaurant „Zum Mariengarten“ in der Karlstraße 10 statt. Der VfB Leipzig war der erste deutsche Fußballmeister und konnte diesen Triumph zweimal (1906, 1913) wiederholen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von der sowjetischen Besatzungsmacht aufgelöst und bestand von 1966 bis 1991 als 1. FC Lokomotive Leipzig, dessen Namen der inoffizielle Nachfolgeverein des aufgrund einer Insolvenz liquidierten VfB Leipzig seit 2004 wieder trägt. Lok Leipzig war viermaliger DDR-Pokalsieger, dreimaliger DDR-Vizemeister und schaffte es 1987 bis in das Finale des Europapokals der Pokalsieger. Der zweite traditionsreiche Fußballclub, der FC Sachsen Leipzig (bis 1990 BSG Chemie Leipzig), war zweimaliger DDR-Meister und einmal FDGB-Pokal-Gewinner. Der Verein hat zum 30. Juni 2011 jedoch seinen Spielbetrieb endgültig eingestellt und befindet sich in der Abwicklung. Im Mai 2009 wurde der Verein RasenBallsport Leipzig gegründet. Dieser spielte mit der Oberliga-Lizenz des SSV Markranstädt und schaffte nach einer Saison in der Oberliga den Aufstieg in die Regionalliga. Die anderen beiden Mannschaften spielen momentan in der Oberliga.

 

Das Leipziger Zentralstadion wurde 1956 mit 100.000 Plätzen als größtes Stadion Deutschlands eröffnet. Der Zuschauerrekord liegt weit über dem Fassungsvermögen und datiert aus dem Jahr 1958 beim Spiel SC Wismut Karl-Marx-Stadt1. FC Kaiserslautern, bei dem 125.000 Zuschauer im Stadion waren. Dies ist bis heute der Zuschauerrekord für Fußballspiele in Deutschland. Zwischen 2000 und 2004 wurde innerhalb des alten Stadionwalls ein neues Fußballstadion mit 44.345 Plätzen gebaut, es gehört heute mit der Arena Leipzig, der Nordanlage (Leichtathletik-Anlage) und der Festwiese zum Leipziger Sportforum. Das Bruno-Plache-Stadion in Probstheida war bei seiner Einweihung 1922 mit 40.000 Sitzplätzen das größte vereinseigene Stadion in Deutschland und ist heute Spielstätte des 1. FC Lokomotive Leipzig. Der Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch war das Heimstadion des FC Sachsen Leipzig. Seit der Saison 2010/2011 trägt RB Leipzig seine Spiele im Zentralstadion aus, das in Red Bull Arena Leipzig umbenannt wurde.

 

 

Das Leichtathletikzentrum Leipzig übernahm die ehemals sehr erfolgreiche Leichtathletiksektion der DHfK. Besonders in den Disziplinen Kugelstoßen und Hürdenlauf konnten in den vergangenen Jahren Erfolge erzielt werden.

 

Um national und international erfolgreicher auftreten zu können, haben sich verschiedene Leipziger Schwimmvereine am 25. September 2008 zu einer Startgemeinschaft (SSG Leipzig) zusammengeschlossen. Hier treten die D-Kader der Vereine geschlossen bei Wettkämpfen auf. Der Kanusport hat in Leipzig eine große Tradition. So ist der Leipziger Kanu Club (LKC), besonders im Kanuslalom, aber auch im Rennsport (SC DHfK Leipzig sowie LVB Leipzig) (unter anderem mit Christian Gille, Anett Schuck, Robert Nuck, Tina Dietze und Mandy Planert), international erfolgreich. Der SC DHFK ist beim Turmspringen aktiv, Heike Fischer gewann bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 eine Bronzemedaille.

 

 

Auf der Radrennbahn Alfred-Rosch-Kampfbahn in Kleinzschocher finden seit 1949 Bahnradsportveranstaltungen statt, wie früher DDR- und heute deutsche Bahnmeisterschaften. 1960 wurden auf ihr die Bahn-Weltmeisterschaften ausgetragen sowie 1981 die Juniorenweltmeisterschaften. 1989 war sie Ziel der Internationalen Friedensfahrt

 

 

Der 1992 gegründete American Football Club Leipzig Lions ist der erste sächsische Verein in dieser Sportart. Er engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club auch in einer Vielzahl sozialer Projekte. Die Unihockey-Abteilung des SC DHfK Leipzig und die Unihockey-Löwen Leipzig spielen in der Unihockey-Bundesliga, die Eishockeymannschaft Icefighters Leipzig in der Eishockey-Oberliga Nord. Der SC Leipzig-Gohlis spielte mit der Herrenmannschaft eine Saison und mit der Damenmannschaft mehrere Jahre in der Schachbundesliga. Alljährlich wird auf der Anlage des Leipziger Tennisclubs 1990 e.V. am Zentralstadion das Tennisturnier Leipzig Open als Teil der HEAD German Masters Series durchgeführt.

 

Internationale Großveranstaltungen

Leipzig war in den letzten Jahren oftmals Austragungsort von internationalen Sportevents. Die 1. Hallenhockey WM wurde 2003 in der Arena ausgetragen, ebenso wie die Europameisterschaft der Herren im Feldhockey und die Weltmeisterschaften im Fechten im Jahr 2005. 2006 war die Stadt offizieller Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Ein Jahr später folgte die Weltmeisterschaft im Bogenschießen auf der Festwiese. Dazu kamen denn die Europameisterschaften im Modernen Fünfkampf 2009und im Fechten(2010)

 

Im Pferdesport kann die Stadt auf zahlreiche Events zurück- und vorausblicken. So fand 2002 das Weltcupfinale der Springreiter und 2008 das der Viergespänner in Leipzig statt. 2011 werden auf der Neuen Messe die Finals im Springreiten, der Dressur und im Gespannfahren abgehalten.

 

Die Tradition des Leipzig-Marathons reicht bis ins Jahr 1897 zurück, als vom Leipziger Club Sportbrüder der erste Marathonlauf auf deutschem Boden organisiert wurde. Die jetzige Veranstaltung wird seit 1977 ausgetragen. Seit 1990 findet im Auenwald der Leipziger 100-km-Lauf statt.

 

Leipzig hatte sich auch um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2012 beworben: Im nationalen Auswahlverfahren wurde Leipzig durch das Nationale Olympische Komitee auf seiner Hauptversammlung am 12. April 2003 als Kandidat nominiert und konnte sich damit gegen die deutschen Mitbewerber Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart durchsetzen. Rostock wurde für die Austragung der Segelwettbewerbe nominiert. Die Bewerbung im Rahmen des internationalen Wettbewerbes (weitere Bewerberstädte: Havanna, Istanbul, London, Madrid, Moskau, New York, Paris und Rio de Janeiro) unter dem Motto „one family“ leiteten als Geschäftsführer Peter Zühlsdorff und Mike de Vries. Am 18. Mai 2004 wurde Leipzig vom Internationalen Olympischen Komitee nicht zur „candidate city“ ernannt, aus dem Kreis der fünf „candidate cities“ gewann schließlich London. Es war die erste deutsche Bewerbung für Olympische Sommerspiele seit der 93er Berliner Bewerbung um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2000, die letztendlich an Sydney vergeben wurden.

 

Leipzig ist eine kreisfreie Großstadt im Freistaat Sachsen. Sie bildet ein Zentrum für Wirtschaft und Handel sowie Verwaltung, Kultur und Verkehr in Ostdeutschland und Sachsen.

Leipzig gehört zu den sechs Oberzentren Sachsens. Im gemeinsam mit der benachbarten Großstadt Halle (Saale) gebildeten Ballungsraum leben über eine Million Menschen. Mit Halle und neun weiteren Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bildet Leipzig die Metropolregion Mitteldeutschland und ist neben Dresden eine ihrer beiden Kernstädte.

Nach Verleihung des Stadtrechts und der Marktprivilegien um das Jahr 1165 entwickelte sich Leipzig bereits während der Deutschen Ostsiedlung zu einem wichtigen Handelszentrum. Leipzigs Tradition als bedeutender Messestandort in Mitteleuropa mit einer der ältesten Messen der Welt geht auf das Jahr 1190 zurück und war eng mit der langjährigen Rolle Leipzigs als internationalem Zentrum des Pelzhandels verknüpft. Deshalb wurde Leipzig am 20. Dezember 1937 offiziell in Reichsmessestadt Leipzig umbenannt. Neben Frankfurt am Main ist die Stadt ein historisches Zentrum des Buchdrucks und -handels. Außerdem befinden sich in Leipzig eine der ältesten Universitäten sowie die ältesten Hochschulen sowohl für Handel als auch für Musik in Deutschland.

Leipzig verfügt über eine große musikalische Tradition, die vor allem auf das Wirken Johann Sebastian Bachs und Felix Mendelssohn Bartholdys zurückgeht und sich unter anderem auf die Bedeutung des Gewandhausorchesters und des Thomanerchors stützt.

Im Zuge der Montagsdemonstrationen 1989, die einen entscheidenden Impuls für die Wende in der DDR gaben, wurde Leipzig als Heldenstadt bezeichnet. Die informelle Auszeichnung für den so mutigen wie friedlichen Einsatz vieler Leipziger Bürger einschließlich Kurt Masurs im Umfeld der Leipziger Nikolaikirche prägten den Ruf der Stadt nach der Wende und wird beim Stadtmarketing unter dem Motto „Leipziger Freiheit“ aufgegriffen.

Eine intensive Bautätigkeit wie auch der Immobilienskandal um Jürgen Schneider in den 1990er Jahren betrafen insbesondere die Leipziger Innenstadt, darunter 15 besonders wertvolle und aufwändig restaurierte historische Immobilien wie die Mädlerpassage und Barthels Hof. Bundesweites Aufsehen erweckte auch die Leipziger Kandidatur für die Olympischen Spiele 2012 und in deren Folge aufgekommene Korruptionsvorwürfe.

Quelle: Wikipedia



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